Mit einer rauschenden Party im Club Lerche 22 ist in der Nacht vom 13. auf den 14. März 2026 die 29. Ausgabe von spotlight zu Ende gegangen. Gründe zum Feiern gab es reichlich: Seit 2015 in Stuttgart beheimatet, hat das Festival für Bewegtbildkommunikation nicht nur zum zwölften Mal in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Station gemacht. Auch das diesjährige Motto „THE FUTURE IS WOW“ schien auf die Veranstaltung selbst abgefärbt zu haben.
Im spotlight PANEL stellte Campaign Germany-Chefredakteurin Bärbel Egli-Unckrich die Mottofrage: „Why is the future wow?“ In den Antworten der Jury zog sich ein Thema wie ein roter Faden durch die Diskussion: Künstliche Intelligenz. Auffällig war dabei der optimistische Grundton. Statt Pessimismus herrschte Einigkeit darüber, dass KI-Tools technische und administrative Prozesse erleichtern und dadurch die Bedeutung origineller Ideen und menschlicher Kreativität sogar noch sichtbarer machen.
Wie entscheidend Originalität bleibt, unterstrich auch Pacco-Luca Nitsche, CEO von 27 km, in seinem Kurzvortrag „Die Story hinter der Haftbefehl-Story“. Der Produzent der erfolgreichen Netflix-Doku Babo – Die Haftbefehl-Story rief insbesondere den anwesenden Nachwuchs dazu auf, die Grenzen etablierter Genre-Bubbles zu überschreiten und neue Formate zu erproben.
Anschließend folgte der mit Spannung erwartete Höhepunkt des Festivals: die von Host Michael Bollenbacher moderierte spotlight AWARD SHOW. Wie in den Vorjahren bot die Preisverleihung die Gelegenheit, den zurückliegenden Kreativjahrgang in seiner Gesamtheit zu betrachten. Die Silber- und Bronze-Auszeichnungen wurden mit Filmstills angeteasert, bevor die Goldgewinner auf der großen Leinwand in den Mittelpunkt rückten.
Besonders herausragend war dabei ein Gold-Gewinner, der die Konkurrenz so deutlich überstrahlte, dass ihn die Fachjury – erst zum zweiten Mal in der langen Geschichte des Festivals – zusätzlich mit dem Grand Prix auszeichnete: „HORNBACH – Kein Projekt ohne Drama“. Die Auszeichnung steht exemplarisch für markante Verschiebungen, die sich im Vergleich zu den Vorjahren beobachten lassen – sowohl in Bezug auf die erzählten Botschaften als auch auf die Auftraggeber.
Weitere spotlight-Preisträgerinnen und Preisträger unter: https://www.spotlight-festival.de




