Neue ARTE-Doku aus Stuttgart 

Neuer ARTE-Film aus Stuttgart: „Queer und verfolgt in der Türkei“

Die Stuttgarter Filmemacherinnen Simone Heyder und Almut Röhrl widmen sich in ihrem neuesten ARTE-Dokumentarfilm einem hochaktuellen und sensiblen Thema: der Situation queerer Menschen in der Türkei.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Efşan, 26, Lesbe, Aktivistin und voller Lebensfreude, sowie Gök, 36, Transmann und engagiert im Kampf für Transrechte. Beide leben in einem Land, das offiziell Rede-, Bewegungs- und Versammlungsfreiheit garantiert – und dennoch erleben sie täglich, wie stark die Community eingeschränkt wird. Events wie Pride-Paraden werden verboten, queere Projekte verlieren ihre Förderungen, und wer sichtbar ist, riskiert Anfeindungen oder gar Gewalt.

Efşan liebt Flamenco, war Psychologin in einer Beratungsstelle für queere Jugendliche – bis die Gelder gestrichen wurden. Trotzdem hört sie nicht auf, sich zu engagieren. Auch Gök lässt sich nicht einschüchtern: „Ich habe mich einmal geoutet und verstecke mich nicht mehr.“ Beide kämpfen weiter für eine offene Gesellschaft, in der sie nicht am Rand stehen müssen.

Der Film begleitet die beiden nah und persönlich, zeigt Mut, Hoffnung – und den Preis, den Menschen zahlen, die für Gleichberechtigung einstehen. Eine starke, berührende Dokumentation, die hinschaut und Stimmen hörbar macht, die sonst kaum Gehör finden.

Zu sehen am 3. Dezember um 19:40 Uhr auf ARTE und in der hier in der ARTE-Mediathek.