Bild: Film Commission Region Stuttgart
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Locationtour 2018 - Familiengeschichten

Unsere Locationtour 2018 zum Thema Familiengeschichten fand am 27. September statt. Die Teilnehmer waren beeindruckt von der Vielfalt der Locations, die geboten wurde.

Die Locationtour, die die Film Commissions der Regionen Stuttgart und Neckar-Alb veranstaltet haben, ist eine ganz besondere: Es ist die erste Locationtour, die die beiden Film Commissions zusammen veranstalteten. Das Thema Familiengeschichten führte uns durch die Region, führte zu versteckten Drehorten und außergewöhnlichen Geschichten.

Die Locationtour ist für Autoren, Locationscouts, Regissseure und Szenenbildner natürlich immer besonders interessant aber alle Filmschaffenden der Region waren herzlich willkommen und eingeladen. Die Teilnehmer konnten spannende und teils sehr private Einblicke in hiesige Familiengeschichten bekommen und trafen dabei auf unentdeckte und ungewöhnliche Drehorte. Die Locationbesitzer erzählten von Höhen und Tiefen ihrer Unternehmen und ließen auch schwere Themen  nicht aus. Es wurden zahlreiche Fragen gestellt, auf die immer gerne eingegangen wurde. „Toll, wie offen sie auf unsere Fragen geantwortet haben. Da war auf jeden Fall der ein oder andere Filmstoff dabei.“ verriet eine der teilnehmenden Autorinnen.

Gestartet wurde mit einer verführerisch duftenden Tasse Kaffee bei Hochland, wo bei einem Spaziergang von den Filialen in der Kirchstraße und durch die Markthalle die facettenreiche Geschichte des Unternehmens erzählt wurde. Der Duft von Kaffee war auch nachmittags noch im Bus zu riechen. Die Hochland Kaffee Filiale strahlt immernoch im Glanz der 60er Jahre. Im Bestattungshaus Ramsaier bekamen die Teilnehmer anschließend einen beeindruckenden Einblick in die vielschichtige Arbeit eines modernen Bestatters und die Entwicklung des Bestatterberufs.

Mit dem Geruch von Hopfen und Malz in der Nase wurden die Filmschaffenden von Werner Dinkelaker auch an sonst nicht zugängliche Orte auf dem Gelände der Braumanufaktur geführt, wie zum Beispiel der Kornboden auf dem Dach der Brauerei. "Mit so vielen Leuten bin ich noch nie hier oben gewesen. Ich hoffe, die Dielen halten," scherzte der Braumeister.

Um das Korn ging es dann auch beim Hofgut Mauren, bei welchem eine Kirche aus dem 15.Jahrhundert zu einem imposanten Kornspeicher umfunktioniert wurde. Die Kirche wurde aus Platzgründen 1823 in einen Kornspeicher umgebaut. Anschließend konnte die Ruine von Schloss Mauren und der dazugehörige Garten besichtigt werden. Die Grundstücksbesitzer haben die Ruine mit einer Stahlkonstruktion überbaut, um sie vor starken Regenfällen zu schützen.

Bei einem ganz besonderen Mittagessen inklusive der Familiengeschichte von Rose Catering stärkten sich die Teilnehmer um in die Region Neckar-Alb zu Erbe Elektromedizin in Tübingen zu starten. Das PAUSA-Quartier in Mössingen war für alle ein inspirierender Abschluss, denn Geschichten- und Locationsucher kamen gleichermaßen auf ihre Kosten. Neben stilechten 60er Jahre Möbeln, Stoffen und Architektur aus der Zeit des Bauhaus konnte auch die alte Kesselhalle besichtigt werden. Der Zahn der Zeit nagt zwar an der Halle, aber der riesige Raum ist trotzdem beeindruckend. Früher standen dort riesige Kessel, die das gesamte Gebäude beheizt haben.

„Ohne die Film Commission hätte man manche Location gar nicht zu Augen bekommen. Irre!“, lautete das Fazit einer der Teilnehmer.

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